Aktuelle Seite: HomeFahrtensegelnTörnberichteInsel Rügen Törn 1999 von Rudolf Heese

Insel Rügen Törn 1999 von Rudolf Heese

Ein Törnbericht von Rudolf Heese

Insel Rügen - Saison 1999

Anreise

Schon mehrere Tage waren wir an Bord unserer SY.AKKA III, (eine VINDÖ 28, eine Holzyacht, Baujahr 1967), aber erst am 15.Juni 1999 konnte unsere Sommerreise beginnen.

Um 7Uhr legten wir bei NWW-Wind mit

3Bf unter Motor ab, setzten um 7Uhr10 Gr+GI und mit 099° ging es in Richtung WP 322 beim Offen-Tief, den wir um 12Uhr45 nach einer angenehmen Überfahrt erreichten. Nach Sicht und Tonnen segelten wir zum Hafen Timmendorf, bargen vor der Einfahrt die Segel und legten um 13Uhr 30 im Hafen auf einem freien Platz zwischen den Fischerbooten an. Es war unser erster Landgang auf der Insel Poel und so machten wir am Nachmittag erstmal einen ausgedehnten Rundgang um den Hafen, bevor wir am Abend in der guten Fischer Kneipe am Hafen den Tag beschloßen.

Am 16.6.war absolute Windstille als wir um 8Uhr15 unter Motor ablegten. An diesem zustand änderte sich auch im Verlauf des Tages nichts und so ging es mit Motorkraft weiter. Um 12Uhr 35 drehten wir eine Runde durch den neuen Yachthafen Kühlungsborn ohne jedoch an den provisorischen Liegeplatz fest zu machen. Auch die restliche Strecke bis Warnemünde musste unter Motor bewältigt werden. Nach 36,1sm machten wir im kleinen Yachthafen am neuen Strom um 17Uhr fest.

 Am 17.6. war es sehr warm, wir besichtigten Warnemünde, bestiegen den Leuchtturm, genossen dort oben die schöne Aussicht und dachten an nichts Böses.

 Gegen 17Uhr setzte Regen ein und noch vor Einbruch der Dunkelheit hatte der Wind aus NW 7Bf erreicht, mit zunehmender Tendenz. In der nun folgenden Nacht war an Schlafen nicht zu denken. Aus dem Starkwind war ein ausgewachsener Sturm geworden, der die nun auch hohen Wellen mit SE Richtung in die Hafeneinfahrt trieb wo sie an der sehr langen, weit nach draußen gehenden Ostmole reflektiert wurden und mit Brachialgewalt in unseren Hafen einschlugen.

 Im Hafen bildete sich ein Hexenkessel; auslaufen war nicht mehr möglich, verholen an einen anderen Platz auch nicht, so blieb uns nur der Ausweg, durch das Ausbringen von möglichst vielen Leinen das Losreißen zu verhindern. In der Nacht brachen bei einigen Yachten die Festmacher, die Festmacherklampen wurden aus den Decks gerissen und wo die Schiffe Berührung mit anderen oder der Kaimauer bekamen gab es Bruch.

Auch bei uns an Bord gab es Schwierigkeiten, durch das Rollen und Stampfen des Schiffes geriet unser Großbaum, so in Bewegung, das wir befürchteten dass dadurch unser Holzmast brechen würde. Der dabei wirklich entstandene Schaden wurde erst beim Überholen im Winterlager entdeckt, da die Mastkonstruktion mit ihren stabilen Beschlägen den Mast zusammen gehalten hatte. Am Morgen flaute der Wind auf 4-5Bf ab, für uns aber noch immer zu viel um auszulaufen, so mussten wir notgedrungen noch einen Tag in diesem Hafen aushalten.

Am Samstag, den 19.6. wehte nur noch eine sanfte Brise aus NW. Um 9Uhr50 machten wir dann die Leinen los, denn noch eine Nacht wollten wir nicht in dieser Mausefalle zubringen. Als die Hafeneinfahrt hinter uns lag, setzten wir Gr+GI und mit 37° segelten wir zum WP 358 nördlich von Darßer Ort. Um 15Uhr15 war der WP 358 querab und wir fielen auf E-Kurs ab, wendeten beim WP 359 und steuerten nun mit 200° zur Ansteuerungs- Tonne Darßer Ort Hafen , bargen dort unsere Segel, liefen unter Motor in den Hafen ein und machten um 17Uhr02 vor Heckanker an der Westmole fest.

 .Brigitte hatte einen Salat mit vielen Knoblauchzwiebeln vorbereitet, denn wir nun als erstes verspeisten. Wir wollten unbedingt zum Leuchtturm auf der Westseite des Waldes und da der Hafensheriff uns schon beim Anmelden die Verhaltensregeln im DDR-Muster verpasst hatte, stand unserer Exkursion nichts mehr im Wege.

 Als wir auf den vorgeschriebenen Holzstegen in den Wald eindrangen kamen uns in Decken gehüllte Gestalten entgegen und bald sahen wir auch den Grund; von riesigen Mückenschwärme umgeben kamen sie aus dem Feuchtbiotop heraus. Wir wunderten uns das die Biester uns völlig ignorierten, den wir waren nur mit leichten Sommersachen bekleidet. Das Geheimnis waren wohl die Knoblauchzwiebeln!

Als wir unser Ziel den Leuchtturm erreicht hatten, kam auch für uns die Enttäuschung , eine Besichtigung und eine Turmbesteigung war nicht möglich, nur die Abteilung, in der Ausgestellt war, was alles Verboten war, konnte besichtigt werden und die sogar ohne Eintritt.

Der unfreundliche Empfang und die schlechte Gastfreundschaft trieben uns schon um 7Uhr am 20.6.aus dem Hafen. Der Wind kam nun mit einer leichten Brise aus S, die Sicht war gut und mit Gr+GI segelten wir mit 88°unserem nächsten Ziel dem Hafen Barhöft entgegen. Der Wind hatte als wir in das Fahrwasser östlich vom Bock einliefen 4Bf erreicht und kam nun genau von vorn. Wir bargen die Segel und mit Motorkraft steuerten wir durch die enge Fahrrinne und machten um 12Uhr 45 im Hafen Barhöft fest. Für den 21.6.wurde ein Hafentag eingelegt, um einerseits die Gegend zu erwandern und andererseits unsere Wäsche zu waschen.

Um 11uhr am 22.6.legten wir wider ab und bei Westwind waren wir nur mit der Genua um 14 Uhr im Stralsunder Hafen, wo wir an einem Steg an der Nordmole fest machten.

Stralsund die Stadt mit einer großen Geschichte musste natürlich besichtigt werden, so hatten wir auch schon im Voraus zwei Hafentage eingeplant. Wir besichtigten gerade die Stadt als plötzlich völlig unerwartet unser Sohn Manfred auftauchte, der gerade an einer Exkursion mit einer Gruppe teilnahm, die auch die Stadt zum Ziel hatte. Nach einem großen Palaver mit Eisessen, erschien die ganze Gruppe dann später noch bei uns an Bord, bevor sich unsere Wege wieder trennten.

 Natürlich mussten wir auch den höchsten Kirchturm in Stralsund besteigen und hatten Glück .wir wurden mit einer herrlichen Rundum und Weitsicht belohnt. Aber wir waren noch nicht am Ziel unserer Reise und so zog es uns weiter.

Am 25.6.um 11Uhr starteten wir unseren Motor, den der Wind hatte noch nicht ausgeschlafen und wir mussten uns an die Öffnungszeiten der Ziegelgrabenbrücke halten. Um 11Uhr30 hatten wir sie Passiert und nach Sicht und Tonnen fuhren wir den Strelasund entlang. Um 14Uhr 45 war der WP 810 erreicht und damit die Zufahrt zum Greifswalder Bodden. Die Segel wurden gesetzt und der Motor hatte Pause. Mit 12°und guter Sicht segelten wir nun unseren Ziel entgegen. Lauterbach war schon in der Ferne zu sehen. Es dauerte aber noch, erst um 17Uhr 37 hatten wir unser Landfall auf Rügen und im Yachthafen  festgemacht.

Landgang in Lauterbach

 Am 26. 6. ging es gleich richtig los, in Lauterbach war Feuerwehrfest im Hafen.

Am 27.6. erkundeten wir mit einer ausgedehnten Wanderung erstmal die Umgebung und die angenehmem Seiten des Hafens.

Der 28.war ausgefüllt mit einer Fahrt mit der Dampfeisenbahn. Der Rasende Roland brachte uns nach Putbus und nach einer Wanderung durch Stadt und Park nach Lauterbach zurück.

Mit dem Bus fuhren wir am 29. nach Bergen zum Einkaufen. Am Mittag wollte Brigitte unbedingt Eis essen. In einem Eiskaffee bestellte sie sich 12 Kugeln auf einen Großen Teller, der Bedienung blieb der Mund offen, als sie hörte dies sei ihr Mittagessen. Ungläubig schaute sie zu wie sie mit Genus alles verspeiste.

Die Sonne meinte es gut am 30.und so beschlossen wir den Tag faul und träge an Bord zu genießen und uns ein Sonnenbad zu genehmigen. Die sehr nette Hafenmeisterin hatte uns in Aussicht gestellt Karten für die Störtebecker Festspiele zu besorgen und am Abend verkündete sie uns das es geklappt hätte .Ab 18Uhr ging es dann aber richtig zur Sache, ein Gewitter mit Blitz und Donner und einer Unmenge Regen beendete den Tag. Wir hatten nun bedenken das die Festspiele unter Wasser stattfinden müssten aber die nette junge Frau versicherte das dies nicht möglich sei, da das Wasser des Regens gleich in den Bodden abfließen könne.

Am 1.7. brachte sie dann die versprochenen Karten und bot sich an, mit uns dorthin zu fahren, da wir mit dem Bus sonst schon Mittag los fahren müssen und erst spät nach Mitternacht eine Gelegenheit zur Rückfahrt hätten. Jetzt war es bei uns zu staunen, das war uns noch nicht passiert. Wir machten von dem Angebot gebrauch und erlebten auf der Seebühne eine schöne Aufführung des Störtebecker Stücks „ Die Vitalien Brüder“ Wir bedankten uns und waren des Lobes voll von einer solchen Hilfsbereitschaft.

Am Freitag nutzten wir die Gelegenheit der vorzüglichen Sanitäranlagen um noch unsere Wäsche zu waschen. Von der Hafenmeisterin bekamen wir noch den Tipp einen kleinen Abstecher zum Hafen Gager zu unter nehmen, es würde uns bestimmt gefallen.

Nach großem Abschied starteten wir am 3.7. um 8Uhr30 den Motor und fuhren nach Gager wo wir nach 10sm um 11Uhr 16 fest machten.

Landgang in Ager.

 Noch am selben Nachmittag unternahmen wir eine Wanderung auf den Backenberg um uns einen Eindruck von der Umgebung zu verschaffen. Was wir sahen war so Überragend das wir spontan beschlossen hier noch einige Tage zu bleiben.

 Der Tag war noch nicht zu Ende und noch für eine Überraschung gut. Wir waren gerade mal wieder unter Deck als jemand an unseren Bugkorb klopfte. Ich traute meinen Augen nicht aus dem Steg vor unserm Schiff stand die nette Hafenmeisterin aus Lauterbach. Sie berichtet das kurz nachdem wir abgelegt hätten Brigittes Schwester Heidi im Hafen erschienen sei und uns gesucht hätte. Die Schwester übergab ihr einen Zettel mit einer Telf.Nr. unter der sie zu erreichen sei, mit der Bitte in uns auszuhändigen wen wir nochmals zurück kämen. Da sie aber wusste, dass wir nach Gager wollten sei es ihr sicherer gewesen herzukommen und uns persönlich zu benachrichtigen. So etwas war uns noch nie vorgekommen, dass ein Hafenmeister 50km mit seinem Auto fährt um einem Gast eine Nachricht zu überbringen.

 Der Kontakt zu Schwester Heidi konnte noch am Abend hergestellt werden und so fuhren wir am andern Morgen mit dem Bus nach Sellin, wo dann das Wiedersehen stattfand. Wir nutzten diesen Abstecher um uns die Schönheiten von Bad Sellin anzusehen .bevor wir nach gemeinsamen Abendessen mit dem Bus zurück fuhren.

Nun wurde es aber Zeit die Nähe der Ostsee zum Baden auszunutzen. Am 5.7.wanderten wie zum Strand und wunderten uns, das dort das Strandleben mit und ohne Badebekleidung funktionierte. Nachdem wir genug Sonne und Wasser genossen hatten entdeckten wir im Ort ein Restaurant in dem wir sehr preiswert Essen konnten.

Am 6.7. wanderten wir über den Backenberg nach Groß Zicker, erfreuten uns auf der Kuppe des 67m hohen Berges der schönen Aussicht und konnten dabei sogar auf Bergeshöhen noch unser Sonnenbraun vervollständigen.

Am 7.7. setzten wir die Endeckungstour fort, fuhren aber mit dem Bus nach Klein Zicker um dann zu Fuß in das zu DDR-Zeiten gesperrte Gebiet an der äußersten Spitze von Mönchgut zum Thiessower Haken zuwandern.

Am 8.7. hatten wir Sonne pur und es war zum wandern zu warm, so zog es uns wieder zum Strand an die Ostsee.

In Groß Zicker hatten wir ein Lokal entdeckt das einen ausgefallenen Eindruck gemacht hatte. Wir waren Neugierig geworden und wollten es genau wissen. Am 9.7. wehte morgens eine frische Brise und so machten wir uns nochmals auf den Weg über den Berg. Das Lokal zum Kaiser war in einer vergangenen Zeit entstanden, hatte aber die sozialistische Ära gut überstanden und verfügte vorallen über eine sehr gute Küche. Nach einem vorzüglichen Essen ging es per Pedes zurück über den Berg, um von den üppigen Kalorien wieder einige zu verbrauchen.

 Der Berg mit seiner Aussicht hatte es uns angetan und so wanderten wir auch am Samstag den 10.7. wieder auf den Hügel. Nach dem die Füße müde waren genossen wir nachmals die Sonne pur und so war es schon später Nachmittag als wir wieder im Hafen ankamen. Neben uns lagen zwei Yachten, die uns bekannt vorkamen, auf der Ersten konnten wir Klaus und Heidi begrüßen und die zweite gehörte Bernhard und Gerda mit denen wir schon im Göta-Kanal gesegelt waren. Mit großen Halo wurden wir begrüßt und das Wiedersehen endete mit einem langen Klönabend an Bord von Klaus und Heidi. Da die Sonne es weiter gut mit uns meinte verbrachten wir die Tage mit Sonnebaden und Schwimmen in der Ostsee und die Abende in vertrauter Runde jeweils auf einem der drei Yachten. Durch diesen überraschende Treffen hatten wir zwei Touren die wir unbedingt noch durchführen wollten verschoben.

Am 15.7. starteten wir dann mit dem Bus nach Sassnits, von dort zu den Kreideklippen um den Kaiserstuhl bewundern und von dort weiter zum Hafen Lohme an die NE Ecke Rügens. Zurück ging es dann in einer langen Wanderung durch einen sehr schönen alten Buchenwald entlang der Großen Stubbenkammer zu dem Aussichtspunkt am Königstuhl und von dort mit dem Bus über Sassnis zurück nach Gager.

Die zweite Tour sollte uns auf eigenem Kiel ins Achterwasser nach Peenemünde führen, wegen der fortgeschrittenen Zeit entschieden wir uns aber diese Fahrt auf einer Fähre zu Buchen .Am 16.7. klappte dies auch direkt ab Gager. Bei Westwind um 5Bf baute sich vor der Insel Ruden sehr schnell eine unangenehme grobe See auf, sodass wir froh waren uns für die Fähre entschieden zu haben und so hatten wir den ganzen Tag zu unserer Verfügung um uns in dem früheren Raketen-Versuchsgelände und den Museumsgebäuden umzusehen.

Durch diese Entscheidung konnten wir uns einen guten Überblick verschaffen wie weit die deutsche Raketenforschung damals schon fortgeschritten war. Auch unfangreiches Informationsmaterial stand dort zur Ansicht und auch zum Kauf bereit. Es ist immer wieder erstaunlich welche finanzielle Mittel für die Vernichtung und wie wenig für den Frieden bereit gestellt werden. Als wir dann spät am Abend wieder im Hafen eintrafen, waren unsere Nahbaren schon weiter gezogen. Auch für uns war das Ende des Aufenthaltes erreicht, noch einmal eine Wanderung in die Bergwelt des Mönchguts und zum Nonnenloch, dann begann auch für uns am 18.7.auf die Rückreise.

Am 18.7.um 8Uhr verließen wir Gager und teils mit Motor, teils unter Segel ging es durch den Strelasund, erreichten wir um 15Uhr45 den Yachthafen vor der Ziegelgraben Brücke, in dem wir auf die Brückenöffnung warten mussten. Erst um 17Uhr 50 öffnete die Brücke durch die uns zuerst ein großes Frachtschiff entgegen kam, das wir erst durchlassen mussten und so wurde es 18Uhr 30 bis wir im Hafen Altefähr fest gemacht hatten.

Am 19.7.kam der Wind aus SSE, damit konnten wir die nächste Strecke zur Insel Hiddensee segeln. Um 8Uhr 15 legten wir in Altefähr ab und setzten zum Segeln nur die Genua. Wir orientierten uns an den roten und grünen Tonnen, den die voruns liegenden Fahrwasser durften nicht verlassen werden, da außerhalb nur sehr geringe Wassertiefen vorhanden sind.

Als wir den LT. Gellen an Backbord querab hatten, kam von achtern ein Flusskreuzfahrtschiff und setzte zum Überholen an. Zum Glück befanden wir uns gerade in einem Abschnitt wo auch neben dem Fahrwasser genügend tiefes Wasser vorhanden war, sodass wir dem Ungetüm ausweichen konnten.

 Um 11Uhr 30 rollten wir die Genua ein und mit Motorkraft bewältigten wir die sehr enge zufahrt zum Hafen Vitte; in dem wir dann um 12Uhr an einem noch aus DDR Zeiten stammenden Steg zu Westkonditionen fest machten.

Landgang in Vitte auf Hiddensee.

Unser erster Landgang führte uns nach dem Ort Kloster und dort zum Gerhart Hauptmann Museum. Erstaunlich wie gleich doch die Einheitssozialisten sich dort vorstellen.

Die Insel selbst ist ein wunderschönes Kleinod mit Kilometer langen Stränden an denen sich die Einheimische und Touristen in natürlicher Nacktheit friedlich zusammen tummeln.

Da auch keine Autos auf der Insel zugelassen sind, sorgen die den Transport durchführenden Pferde dafür das die Luft auf der Insel nach Pferd und nicht nach See richt. Vor allen an heißen Sommertagen macht sich das besonderst intensiv bemerkbar, wenn man zu Fuß oder mit dem Rad den einzigen Weg von Nord nach Süd oder andersherum benutzt.

 Außer einer Radtour zum LT.Gellen, zog es uns daher bevorzugt zum Nordteil der Insel auf den Dornbusch und dort auf den LT. Auch den Wetterfrosch vom Dornbusch, Stephan Kreibom wurde bei unseren Besuch bei Klausner von Brigitte in seiner Wetterstation interviewt

.Natürlich kam auch das außergewöhnliche Strandleben nicht zu kurz und so konnten wir sogar eine nahtlose Urlaubsfarbe mit nehmen als wir am 28,7. die Insel wieder verließen.

Heimreise

Um 11Uhr 15 am 28.7. machten wir unsere Leinen los. Hatten unter Motor um 14Uhr einen Punkt westlich vom LT.Dornbusch erreicht an dem die Segel gesetzt wurden und mit 248° hoch am Wind, Daßser Ort angesteuert werden konnte. Bei den zum Teil frischen Winden aus NNW erreichten wir um 17Uhr 39 einen Standort von dem wir die Umrundung der Nordspitze von Darsser Ort nicht mehr ohne Kreuzschläge bewältigen konnten und die Zeit wurde langsam zu knapp um noch den Hafen von Warnemünde zu erreichen. Wir bargen daher die Segel, starteten den Motor und setzten nun unseren Kurs auf den Hafen Darsser Ort, als „Nothafen“ ab. Um 19Uhr 30 hatten wir die Anst.Tn. querab und um19Uhr 54 fiel vor der Westmole der Heckanker .Der Hafensheriff wies uns dann beim Anmelden, wieder in einem Ton der an NVA-Zeiten erinnerte, darauf hin das wir nur eine Nacht hier liegen dürften, was wir dann, wen auch mit Zorn auf soviel arrogantes ,falsch verstandenes Naturschutzbewustsein, prompt befolgten .

Um 6Uhr21 am 29.7. gingen wir Anker auf und verließen unter Motor den ungastlichen Ort. Nach der Umrundung der Nordspitze setzten wir, als der WP 358 achteraus wanderte die Segel und mit 225°steueren wir den WP 346 an, den wir um 15Uhr erreichten. Wir bargen die Segel um mit Motorkraft Warnemünde anzulaufen. Um 15Uhr 30 machten wir im alten Strom beim Segelclub auf Pl. 17 fest.

Unser WC -Pumpe hatte ihren Geist, sprich Dichtung, aufgegeben und musste repariert werden, auch Treibstoff musste noch gebunkert werden. Also blieben wir hier zwei Tage, erledigten die Reparatur, bunkerten Diesel, machten mit einer Barkasse eine große Hafenrundfahrt durch den Rostocker Hafen und waren erstaunt welche Ausbaukapazitäten hier noch vorhanden waren.

Am 1.8.kam aus Ost ein laues Lüftchen auf, um 5Uhr45machten wir unsere Leinen los und verließen unter Motor den Hafen. Der Wind blieb noch Stunden flau und so mussten wir den frisch getankten Treibstoff gleich wieder in Kraft umsetzen. Um.11Uhr fing er dann mit 3-4Bf an und steigerte sich bis zu späten Nachmittag bis auf 6Bf. Wir setzten zunächst Gr+GI und machten damit gute Fahrt, bald wurde ein Reff ins Groß eingebunden, dann das Gr geborgen, als dann in den Böen 7Bf gemessen wurden rollten wir auch noch die Genua etwas ein ,vorallen als sich am Horizont einige Windhosen bildeten. Aber die Windrichtung stimmte und so rauschten wir mit einem schönen Schnurbart am Bug in Brassfahrt gegen Westen. Um 16Uhr Hatten wir die Ansteuerung Neustadt erreicht, rollten die Genua ganz ein und machten unter Motor um 16Uhr12 im Heimathafen auf Platz 194a fest.

Damit war das Ende des Sommertörns 1999 nach 325sm und 48 Reisetage erreicht und viele, schöne, aber auch unangenehme Erlebnisse waren Vergangenheit.




























Nächste Termine

13.09.2017 10:00 Uhr Frühstück

20.09.2017 15:30 Uhr Opti-Cup 5 NSC

11.10.2017 10:00 Uhr Frühstück

15.10.2017 11:00 Uhr Regatta/Absegeln

WetterOnline
Das Wetter für NORTHEIM

Login Form



Webcam klein

360 Grad Kugelpanorama

Suche

Zufallsbild

_MG_8917.JPG

Besucher seit 04.04.2005

1920551
HeuteHeute880
GesternGestern1482
Diese WocheDiese Woche880
Diesen MonatDiesen Monat31775
GesamtGesamt1920551
Eingeloggte User 0
Gaeste 23